Ambilight-PI.de · aktualisiert 09.09.2026
Teil 3: Hyperion NG installieren und einrichten
Der größte Refresh der alten Anleitung steckt hier: HyperCON ist Geschichte. Hyperion NG wird heute über eine moderne Weboberfläche konfiguriert. Du brauchst keine JSON-Konfiguration am PC mehr zu generieren.
Wichtig
Alte HyperCON-Anleitungen nicht mehr 1:1 übernehmen
Das ursprüngliche Hyperion („Classic“) ist eingestellt. Aktuell verwendest du Hyperion NG. Die Konfiguration erfolgt im Browser über die WebUI.
1. SPI aktivieren – falls dein LED-Typ SPI nutzt
Für APA102, SK9822, WS2801 und andere SPI-Geräte muss SPI aktiviert sein. Unter LibreELEC ergänzt du in der config.txt:
dtparam=spi=onAndere alte Zeilen wie max_usb_current=1 sind kein pauschaler Bestandteil mehr dieser Anleitung.
2. Hyperion NG installieren
Verbinde dich per SSH mit deinem LibreELEC-System und verwende das offizielle Hyperion-Easy-Install-Skript für die stabile Version:
curl -sSL https://releases.hyperion-project.org/install | bashOffizielle Hyperion-Installationsanleitung →
Alternativ kannst du HyperBian verwenden, wenn der Raspberry Pi ausschließlich als Ambilight-Steuerung dienen soll. HyperBian basiert auf Raspberry Pi OS Lite und bringt Hyperion bereits mit.
3. Hyperion-Weboberfläche öffnen
Nach der Installation öffnest du im Browser:
http://IP-DEINES-PI:8090Beispiel: http://192.168.178.50:8090. Dort erreichst du Dashboard, LED-Hardware, Capture-Geräte, Bildverarbeitung und Fernsteuerung.
4. LED-Hardware einrichten
- Neue LED-Instanz anlegen.
- Controller passend zu deinem Streifen auswählen.
- LED-Anzahl und Ausgabe konfigurieren.
- RGB-Reihenfolge zunächst mit einem Testeffekt prüfen.
- Speichern und LEDs identifizieren.
5. LED-Layout erzeugen
Gib an, wie viele LEDs oben, unten, links und rechts sitzen, wo LED 0 startet und in welche Richtung der Streifen läuft. Die Vorschau in Hyperion zeigt dir sofort, ob die Zuordnung plausibel ist.
6. Schwarzbalken und Bildverarbeitung
Aktiviere die Schwarzbalkenerkennung, wenn Filme häufig Letterbox-Balken haben. Hyperion bietet mehrere Modi. Starte mit dem Standardmodus und optimiere erst später, wenn das System grundsätzlich funktioniert.
7. Farben erst technisch, dann optisch korrigieren
Der erste Farbtest dient nicht dem persönlichen Geschmack, sondern der Kanalzuordnung. Gib nacheinander reines Rot, Grün und Blau aus. Erst wenn jede Testfarbe am LED-Streifen wirklich dieselbe Farbe erzeugt, lohnt sich die Feinabstimmung von Weißpunkt, Gamma, Sättigung oder Helligkeit.
8. Smoothing und Reaktionsgeschwindigkeit
Ein Ambilight muss nicht auf jeden Pixelwechsel maximal hektisch reagieren. Smoothing glättet schnelle Farbänderungen und kann den Effekt deutlich angenehmer machen. Zu starke Glättung erzeugt dagegen sichtbare Verzögerung. Beginne mit moderaten Standardwerten und beurteile den Effekt mit realem Film- oder Spielmaterial statt nur mit Testvideos.
9. Konfiguration sichern
Sobald LED-Typ, Layout und Farben stimmen, exportiere bzw. sichere die Hyperion-Konfiguration. Diese Sicherung ist wertvoller als Screenshots einzelner Menüs, weil du nach einem Update oder einer Neuinstallation schnell zu einem funktionierenden Stand zurückkehren kannst.
10. Testen, bevor HDMI dazukommt
- Alle LEDs reagieren auf einen Farbeffekt.
- Rot, Grün und Blau stimmen.
- LED 0 liegt an der erwarteten Ecke.
- Laufrichtung passt zur Vorschau.
- Keine LED flackert bei statischen Farben.
- Eine Konfigurationssicherung ist erstellt.
Erst wenn dieser Basistest sauber läuft, solltest du externe HDMI-Quellen ergänzen.
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