Einfacher Fall
4K60/HDR am TV, Capture-Zweig 1080p. Dafür gibt es viele geeignete Splitter-/Scaler-Kombinationen.
Ambilight-PI.de · aktualisiert 09.09.2026
Für Fire TV, Apple TV, PlayStation, Xbox, Blu-ray-Player oder einen AV-Receiver muss Hyperion ein Capture-Signal bekommen. Heute ist ein direkter USB-HDMI-Grabber (UVC) meist deutlich sinnvoller als die alte Kette aus HDMI-zu-AV-Konverter plus Analoggrabber.
Der TV bekommt das hochwertige Originalsignal. Für Hyperion reicht auf dem Capture-Zweig meist eine deutlich kleinere Auflösung, weil nur die Randfarben berechnet werden.
Dein Splitter muss das können, was du am TV wirklich nutzt. Für 4K60/HDR reicht eine andere Geräteklasse als für 4K120, VRR oder bestimmte Dolby-Vision-Setups. Achte besonders auf EDID-Management und darauf, dass der Capture-Zweig den TV-Zweig nicht auf eine niedrigere Fähigkeit herunterhandelt.
Wähle einen Linux-kompatiblen UVC-Grabber. UVC bedeutet, dass das Gerät wie eine normale USB-Kamera ohne proprietären Spezialtreiber auftaucht. Das erleichtert die Nutzung mit Hyperion erheblich.
Wenn dein AV-Receiver zwei parallele HDMI-Ausgänge besitzt, kann der zweite Ausgang den Splitter ersetzen. Voraussetzung: Beide Ausgänge liefern gleichzeitig ein passendes Signal und die EDID-Aushandlung bleibt stabil.
4K60/HDR am TV, Capture-Zweig 1080p. Dafür gibt es viele geeignete Splitter-/Scaler-Kombinationen.
4K120, VRR, ALLM oder spezielle HDR-Formate. Hier müssen alle Geräte in der Kette exakt zur HDMI-2.1-Anforderung passen. Ein ungeeigneter Splitter kann Features deaktivieren.
Über EDID teilen TV, Splitter, Receiver und Capture-Gerät mit, welche Auflösungen, Farbräume und Tonformate sie unterstützen. Hängt ein schwächeres Capture-Gerät in derselben Aushandlung, kann die Quelle auf einen kleineren gemeinsamen Modus zurückfallen. Ein guter Splitter oder Scaler trennt deshalb TV- und Capture-Anforderungen sauber voneinander.
Wenn der Fernseher nach dem Einbau eines Splitters plötzlich nur noch 1080p anbietet, ist das kein Hyperion-Problem. Dann musst du die HDMI-Aushandlung, den Splitter-Modus oder die EDID-Einstellung prüfen.
Für aktuelle Konsolen ist der beste Aufbau häufig asymmetrisch: Der Hauptpfad zum TV bleibt so leistungsfähig wie nötig, während ein zweiter Ausgang oder ein geeigneter Scaler ein einfacheres Signal für Hyperion erzeugt. Dadurch muss der Grabber nicht selbst jede HDMI-2.1-Funktion verarbeiten. Ob das mit deinem AVR oder Splitter funktioniert, hängt von dessen konkreter Matrix-/Scaler-/EDID-Funktion ab.
Hyperion braucht keine gestochen scharfe 4K-Aufnahme. Für die Randfarbanalyse ist ein kleineres, stabiles Capture-Bild oft besser: weniger USB-Daten, weniger Rechenlast und weniger potenzielle Probleme. Starte deshalb mit 720p oder 1080p und einer moderaten Bildrate. Wenn der Effekt stabil läuft, kannst du optimieren.
Die LEDs hängen nicht im eigentlichen TV-Bildpfad; sie werden aus einer Kopie des Signals berechnet. Entscheidend ist also nicht die Eingabeverzögerung am Fernseher, sondern wie schnell Capture, Hyperion-Verarbeitung und LED-Ausgabe zusammen reagieren. Zu hohe Capture-Puffer oder starkes Smoothing können den Lichteffekt sichtbar hinterherlaufen lassen.